14.08.2011 

Gladbecker Sparkassenlauf

 10 KM






 

Heimspiel mit Erfolg

Mein drittschnellster 10er von gelaufenen 36 Stück *COOL - FREU*
Eigentlich reizt mich ein Wettkampf über die Wittringer Strecke nicht wirklich. Viel zu viele Kilometer läuft man dort im Training. Man könnte es zwar auch so sehen, dass man allein durch die vielen Trainingskilometer an Tag X im Vorteil ist, doch leider renne ich meine Trainingskilometer eigentlich nicht in die Wettkampfrichtung. Klar habe ich das in den letzten Wochen geändert und bin immer schön in Wettkampfrichtung gelaufen, doch das wird jetzt wieder abgeändert. Ich fühle mich in die andere Richtung igendwie wohler :-)

Geplant war dieser Lauf für mich eigentlich ganz spontan, nachdem ich in Rorup über die 10 KM-Strecke so gestorben war. Da lag Gladbeck doch nahe, um einen Lauf für den Kopf hinterher zu jagen. Ein Blick in die Ergebnisliste aus dem Jahr 2010 motivierte mich, hier an den Start zu gehen. Die Erstplatzierte lief 50:56 Minuten und die Drittplatzierte irgendwas mit 53:??. Da spekulierte ich natürlich heute auch dabei sein zu können :-) Endlich mal wieder ein Pokal zu gewinnen, wäre doch cool *grins*

Mein Training klappt mittlerweile wieder recht gut, wenn es nicht unbedingt so eklig schwül ist, wie in letzter Zeit leider viel zu oft war. Laut Training glaubte ich schon, dass ich meinen Trainingsrückstand durch die Schulterverletzung wieder aufgeholt habe.

Das Wetter sah seit gestern richtig gemein aus. Ständig Schauer -  nur wenig Sonne. Die Tagestemperatur zwischen 17 - 18 Grad. Sommer in Deutschland eben!

 Als wir uns zu Fuß auf dem Weg machten, mussten wir noch unseren Regenschirm aufspannen. Meine Lust auf WK und die eigentliche Aufregung stieg er kurz bevor wir das Haus verließen.

Nach der Nachmeldung genossen wir noch ein wenig die Atmospähre. Die Halbmarathonis (welche hier 4 Runden zu laufen haben) durchliefen gerade das Stadion. Immer wieder Regenschauer. Wir malten uns aus, wie matschig wohl die Strecke sei. Die Teilnehmer vom 10er werden zuletzt auf die Strecke geschickt. Die 5er-Teilnehmer und die Halbmathonis durchliefen also schon einige Male die Runden, bevor es für uns los ging. Aber egal! Mit Hitze - wie es für diese Jahrezeit üblich sein sollte, wäre ich nicht glücklicher gewesen. Dann doch lieber so, wie heute :-)

Roland und ich liefen uns gemeinsam warm, bevor es zur Startaufstellung ging. Der Regen hörte auch endlich auf :-) Das Feld war mit über 220 Teilnehmern deutlich größer, als im letzten Jahr. Wie wilde Hummeln tummelte sich das Feld wild umher. Ich wollte einfach nur noch los. Obwohl es keine Chipmessung gab, reihte ich mich ca. in die 10. Reihe. Ich wollte nicht überpacen. Lieber wollte ich beim Start ein paar Sekunden verschenken. Man wird ja eh direkt verführt zu schnell los zu rennen, weil man im Stadion startet. Nachdem man aus dem Stadion raus ist, geht es leicht abwärts, was auch dazu verführt schneller als gewollt - zu rennen. Obwohl ich mich mit Bedacht weiter hinten einreihte, lag mein erster KM trotzdem noch bei 4:56 Minuten.  Ich fand das aber nicht schlimm, denn das Tempo fühlte sich gut an. Ausserdem wusste ich, dass ich zwischen KM 1 und 2 Zeit verlieren sollte, da es hier leicht und langgezogen aufwärts geht. Wie gedacht, bestätigte sich das auch. Hier lag meine Pace bei 5:12 Minuten. Ich benötigte einen weiteren Kilometer, um mich von diesem Kilometer zu erholen. Erst von Kilometer 3 nach 4 wurde meine Pace wieder um einige Sekunden schneller. Heute wurde extrem deutlich - als ich im Hermanntraining steckte, durchlief ich solche Streckenabschnitte deutlich besser - hier herrscht Trainingsbedarf :-) Von Kilometer 4 nach 5 durchläuft man das Stadion, bevor es in die 2. Runde geht. Hier gibt es noch eine Erfrischung, wenn man mag. Ich entscheide mich durch zu laufen - ich glaubte ohne Getränk gut klar zu kommen. Bei Kilometer 5 zeigt meine Uhr 25:18 Minuten. Eine tolle Durchgangszeit - fand ich. Gerne wäre ich hier eine gute 50er Zeit gelaufen. Noch sollte es sogar drin sein :-) Als es erneut aus dem Stadion ging, stand noch ein Bekannter (Thorsten), der mich anfeuerte - vielen Dank dafür *grins* Ich fühlte mich noch gut und freute mich. Genau das wollte ich hier und heute haben. Einen tollen 10er - nicht wieder einen Mega-Absturz, wie in Rorup. Als es erneut diesen langgezogen leichten Anstieg rauf ging, verlor ich deutlich mehr Zeit, als in der 1. Runde. Hier lag nun der Kilometer bei 5:21 Minuten. Wie in der 1. Runde benötigte ich wieder enorm viel Zeit, um wieder meine Pace erhöhen zu können. Aber das gute war, ich erholte mich auch in der 2. Runde wieder und konnte das Tempo die letzten 2 Kilometer noch einmal deutlich erhöhen. Als ich durch diesen Torbogen (siehe Foto links) kam, sah ich schon meinen Schatz, der mich hier noch anfeuerte. Ich konnte noch einmal richtig anziehen - so dass der letzte KM noch unter 5 Minuten lag. Genau so stellte ich mir das heute vor. Kraft einteilen - nicht noch so ein Erlebnis wie in Rorup und glücklich ins Ziel!

Mein Wunsch eine gute 50er Zeit zu laufen sowie meine Spekulation auf`s Treppchen zu kommen klappte zwar nicht, aber ich bin trotzdem glücklich und zufrieden. Das war ein toller Lauf und genau richtig für meinen Kopf!

Da muss ich erst wieder nach Trainer Dr. Fies trainieren, um wieder einen ordentlichen Wettkampf zu rennen *lach* Nämlich Dr. Fies erstellte mir meinen Marathonplan, in dem ich seit 3 Woche stecke :-)


 
 Angelika Just