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Heimspiel mit Erfolg
Mein drittschnellster 10er von gelaufenen 36 Stück *COOL - FREU*
Eigentlich reizt mich ein Wettkampf über die Wittringer Strecke
nicht wirklich. Viel zu viele Kilometer läuft man dort im
Training. Man könnte es zwar auch so sehen, dass man allein durch
die vielen Trainingskilometer an Tag X im Vorteil ist, doch leider
renne ich meine Trainingskilometer eigentlich nicht in die
Wettkampfrichtung. Klar habe ich das in den letzten Wochen
geändert und bin immer schön in Wettkampfrichtung gelaufen,
doch das wird jetzt wieder abgeändert. Ich fühle mich in die
andere Richtung igendwie wohler :-)
Geplant war dieser Lauf für mich eigentlich ganz spontan, nachdem
ich in Rorup über die 10 KM-Strecke so gestorben war. Da lag
Gladbeck doch nahe, um einen Lauf für den Kopf hinterher zu jagen.
Ein Blick in die Ergebnisliste aus dem Jahr 2010 motivierte mich, hier
an den Start zu gehen. Die Erstplatzierte lief 50:56 Minuten und die
Drittplatzierte irgendwas mit 53:??. Da spekulierte ich natürlich
heute auch dabei sein zu können :-) Endlich mal wieder ein Pokal
zu gewinnen, wäre doch cool *grins*
Mein Training klappt mittlerweile wieder recht gut, wenn es nicht
unbedingt so eklig schwül ist, wie in letzter Zeit leider viel zu
oft war. Laut Training glaubte ich schon, dass ich meinen
Trainingsrückstand durch die Schulterverletzung wieder aufgeholt
habe.
Das Wetter sah seit gestern richtig gemein aus. Ständig Schauer -
nur wenig Sonne. Die Tagestemperatur zwischen 17 - 18 Grad.
Sommer in Deutschland eben!
Als wir uns zu Fuß auf dem Weg machten, mussten wir noch
unseren Regenschirm aufspannen. Meine Lust auf WK und die eigentliche
Aufregung stieg er kurz bevor wir das Haus verließen.
Nach der Nachmeldung genossen wir noch ein wenig die
Atmospähre. Die Halbmarathonis (welche hier 4 Runden zu laufen
haben) durchliefen gerade das Stadion. Immer wieder Regenschauer. Wir
malten uns aus, wie matschig wohl die Strecke sei. Die Teilnehmer vom
10er werden zuletzt auf die Strecke geschickt. Die 5er-Teilnehmer und
die Halbmathonis durchliefen also schon einige Male die Runden, bevor
es für uns los ging. Aber egal! Mit Hitze - wie es für diese
Jahrezeit üblich sein sollte, wäre ich nicht glücklicher
gewesen. Dann doch lieber so, wie heute :-)
Roland und ich liefen uns gemeinsam warm, bevor es zur Startaufstellung
ging. Der Regen hörte auch endlich auf :-) Das Feld war mit
über 220 Teilnehmern deutlich größer, als im letzten
Jahr. Wie wilde Hummeln tummelte sich das Feld wild umher. Ich wollte
einfach nur noch los. Obwohl es keine Chipmessung gab, reihte ich mich
ca. in die 10. Reihe. Ich wollte nicht überpacen. Lieber wollte
ich beim Start ein paar Sekunden verschenken. Man wird ja eh direkt
verführt zu schnell los zu rennen, weil man im Stadion startet.
Nachdem man aus dem Stadion raus ist, geht es leicht abwärts, was
auch dazu verführt schneller als gewollt - zu rennen. Obwohl ich
mich mit Bedacht weiter hinten einreihte, lag mein erster KM trotzdem
noch bei 4:56 Minuten. Ich fand das aber nicht schlimm, denn das
Tempo fühlte sich gut an. Ausserdem wusste ich, dass ich zwischen
KM 1 und 2 Zeit verlieren sollte, da es hier leicht und langgezogen
aufwärts geht. Wie gedacht, bestätigte sich das auch. Hier
lag meine Pace bei 5:12 Minuten. Ich benötigte einen weiteren
Kilometer, um mich von diesem Kilometer zu erholen. Erst von Kilometer
3 nach 4 wurde meine Pace wieder um einige Sekunden schneller. Heute
wurde extrem deutlich - als ich im Hermanntraining steckte, durchlief
ich solche Streckenabschnitte deutlich besser - hier herrscht
Trainingsbedarf :-) Von Kilometer 4 nach 5 durchläuft man das
Stadion, bevor es in die 2. Runde geht. Hier gibt es noch eine
Erfrischung, wenn man mag. Ich entscheide mich durch zu laufen - ich
glaubte ohne Getränk gut klar zu kommen. Bei Kilometer 5 zeigt
meine Uhr 25:18 Minuten. Eine tolle Durchgangszeit - fand ich. Gerne
wäre ich hier eine gute 50er Zeit gelaufen. Noch sollte es sogar
drin sein :-) Als es erneut aus dem Stadion ging, stand noch ein
Bekannter (Thorsten), der mich anfeuerte - vielen Dank dafür
*grins* Ich fühlte mich noch gut und freute mich. Genau das wollte
ich hier und heute haben. Einen tollen 10er - nicht wieder einen
Mega-Absturz, wie in Rorup. Als es erneut diesen langgezogen leichten
Anstieg rauf ging, verlor ich deutlich mehr Zeit, als in der 1. Runde.
Hier lag nun der Kilometer bei 5:21 Minuten. Wie in der 1. Runde
benötigte ich wieder enorm viel Zeit, um wieder meine Pace
erhöhen zu können. Aber das gute war, ich erholte mich auch
in der 2. Runde wieder und konnte das Tempo die letzten 2 Kilometer
noch einmal deutlich erhöhen. Als ich durch diesen Torbogen (siehe
Foto links) kam, sah ich schon meinen Schatz, der mich hier noch
anfeuerte. Ich konnte noch einmal richtig anziehen - so dass der letzte
KM noch unter 5 Minuten lag. Genau so stellte ich mir das heute vor.
Kraft einteilen - nicht noch so ein Erlebnis wie in Rorup und
glücklich ins Ziel!
Mein Wunsch eine gute 50er Zeit zu laufen sowie meine Spekulation auf`s
Treppchen zu kommen klappte zwar nicht, aber ich bin trotzdem
glücklich und zufrieden. Das war ein toller Lauf und genau richtig
für meinen Kopf!
Da muss ich erst wieder nach Trainer Dr. Fies trainieren, um wieder
einen ordentlichen Wettkampf zu rennen *lach* Nämlich Dr. Fies
erstellte mir meinen Marathonplan, in dem ich seit 3 Woche stecke :-)
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