31 Sekunden schneller als letztes Jahr....
Guter Start ins neues Jahr. Auf den sehr profilierten Kurs der
Waldlaufserie konnte ich mich gegenüber den 1. Lauf im Vorjahr um 31
Sekunden verbessern. Der letzte richtige Wettkampf lag nun schon
lange zurück. Zuletzt beim gleichen Veranstalter Tusem Essen, der
Blumensaat-Lauf Ende November. Umso mehr war ich doch skeptisch, wie
weit ich zur Zeit im Training bin. Dadurch das ich nunmehr 2 mal die
Woche zum intensiven Krafttraining bei Medicos auf Schalke bin, ist
es schwer an den darauffolgenden Tagen Training abends noch
hinzubekommen. Und dann sucht man sich als ersten Test sofort einen
Lauf aus, der es wirklich in sich hat. Kurioserweise sieht man bei
der Waldlaufserie kaum langsame Läufer. Topläufer vom Bunert-Team,
Schalke 04 oder Tusem Essen. Liegt es daran, dass dies zudem die
Kreismeisterschaften sind, oder trauen sich viele diesen
profilierten Kurs nicht zu. Ich weiß es nicht....
Jedenfalls ist diese Veranstaltung ein Wettkampf, wo ich meistens
viele Läufer von hinten zuwinke, wenn sie davon brausen. Die
Veranstaltung ist sehr schön und famililär organisiert, man fühlt
sich sofort wohl. Klein aber fein! Einzig die Parkplätze sind
Mangelware, aber die kann der Tusem Essen nunmal nicht herzaubern in
den kleinen Ort Margaretenhöhe in der Nähe von Frohnhausen.
Angelika und ich starteten eine gemeinsame Einlaufrunde und
nachdem wir die Anstiege zum ersten Mal hinter uns hatten, dachten
wir: Ganz schön anstrengend ! Das müssen wir jetzt 5 mal machen....
Wie famililär dieser Wettkampf ist zeigte sich auch am Start! Ich
stand genau neben den gleichen Personen wie im Vorjahr - die trugen
sogar die gleichen Klamotten *grins*. Direkt auf den ersten Metern
ist es verdammt eng und man muss höllisch vorsichtig sein, dass man
nicht stürzt. Jeder will sofort das steile Abwärtslauf ausnutzen um
gut wegzukommen.

Nach 600 m Abwärtslaufen gehst dann zum ersten Mal bergauf. Und
mancher hat bis dahin schon überdreht und wird hier schon sofort
einkassiert. Es sind nur 9,2 km zu laufen, aber gerade bei den
ständigen Auf- und ab, muss man sich die Kräfte einteilen. Ich hatte
mir die Kilometerzeiten vom 1. Lauf im Vorjahr gemerkt und beim
ersten Kilometer lag ich 2 Sekunden dahinter. Kilometer 2 - weitere
3 Sekunden, Kilometer 3 weiter 5 Sekuden. Naja dachte ich, wird wohl
gesamt doch um einiges langsamer werden und schaute von da an gar
nicht mehr auf die Uhr. Ein Läufer aus dem Laufforum, der nach der
1. Runde mindestens 200 m vor mir lag, zahlte in der 5. Runde
richtig Tribut. Er kam nur noch schwer die Anstiege hoch und wurde
von vielen überholt. Nach dem Start dachte ich zunächst: Mensch ist
der schnell ! Jetzt marschierte ich an ihm locker vorbei. Im Ziel
hatte ich eine 38:50 Min. auf die Uhr stehen (Vorjahr 39:21 Min.).
Ein guter Einstieg! Mal schauen ob ich in der nächsten Woche die
Zeit noch ein wenig verbessern kann, denn dies konnte ich im Vorjahr
beim 2. Lauf (38:31 Min.). Ziel von mir wird zumindest sein, die
Gesamtzeit von 2011 zu verbessern.

Die bekannte Moderation bei Veranstaltungen von Tusem Essen -
irgendwie erinnert mich die Stimme immer an Johann König :-)

Knackige Anstiege, die es 5 mal zu bewältigen gibt.
Im strömenden Regen fast ertrunken.......
Der Blick heute aus dem Fenster sagte nichts Gutes.
Den ganzen Tag Regen über Regen. Es sollte zum Wettkampf
aber noch schlimmer kommen. Beim Einlaufen mit Angelika war es sehr
unangenehm, doch es wurde noch grausiger. Aus dem normalen Regen wurde
rechtzeitig zum Start "strömender " Regen, der von Runde zu Runde
immer heftiger wurde. Zudem wehte ein kräftiger Wind, der gerade
an den Anstiegen Probleme machte. Spätestens in der 3. Runde war
die Strecke so aufgeweicht, dass man an manchen Streckenpunkten in der
Kurve stark abbremsen musste, um nicht auszurutschen. Normalerweise
macht mir gerade Regenwetter kaum was aus, so laufe ich lieber als bei
Hitze - aber das toppte alles. Nicht einen Moment wo der Regen
aufhörte oder weniger wurde.
Die ersten Kilometer lagen noch in etwa fast zeitgleich wie in der
Vorwoche, je heftiger der Regen wurde, je aufgeweichter die Strecke
wurde, umso langsamer wurde ich. Aber Gott sei dank ging es nicht nur
mir so. Fast die gleichen Läufer wie in der Vorwoche in meiner
unmittelbaren Umgebung, außer das die beiden ersten beiden Frauen
heute deutlich schneller waren! Respekt ! Die beiden sind heute ein
Wahnsinns-Rennen gelaufen. Zunächst weit vor mir, Sybille
Möllensiep, die zumeist in meinen Bereich läuft. Im Gegensatz
zur Vorwoche war sie nun sehr weit vor mir, ich schätzte bestimmt
200 m. Doch auch mit zunehmenden Rennverlauf und gerade an den
Anstiegen verlor sie an Geschwindigkeit und ich konnte in der letzten
Runde an sie vorbeiziehen, obwohl ich mit dem 7. Kilometer einen
richtigen katastrophalen hinlegte mit 4:35 Min.! Scheinbar ruhte ich
mich hier am Anstieg aus, denn mit 4:07 Min. war der 8. wieder deutlich
schneller. Die Laufklamotten waren so durchtrieft und fühlten sich 3 Kilo schwerer an :-)
Letztlich war ich beim 2. Lauf mit 34 Sekunden deutlich
langsamer als in der Vorwoche, lag damit aber noch in gutem Rahmen,
denn andere verloren bei diesem Sauwetter-Rennen mehr als 2 Minuten. 22
Sekunden in der Serienwertung langsamer als im Vorjahr - aber was
soll`s - bei dem Wetter kann ich eigentlich zufrieden sein. Andere
trauen sich bei so einen Wettter erst gar nicht vor der Tür! Morgen
geht es wieder auf die Piste, denn der Malta-Marathon ist nicht mehr
weit und auch wenn ich in Angelika-Tempo laufen werde, die 42,195 km
bleiben trotzdem als Distanz und sind nunmal kein Pappenstil.


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